SCHÜTZ FINE ART-CHINESE DEPARTMENT
SPIEGELGASSE 23     1010 WIEN
02.10.2011
Ausstellung im NAMOC Museum Peking
"Willy Eisenschitz - vom Secessionismus zum Expressionismus" - unter diesem Titel widmete das NAMOC (http://www.namoc.org/en/), "The National Art Museum of China" in Peking, dem in Wien geborenen Maler Willy Eisenschitz (1889 - 1974) vom 26. Oktober bis 8. November 2011 eine grosse Ausstellung, welche von Josef Schütz kuratiert wurde.

Willy Eisenschitz im NAMOC Museum, Peking


Anhand von rund 70 Exponaten, zum Großteil Ölbilder sowie ein paar Aquarelle und Pastelle, zeigte die Schau die Entwicklung des Malers, von den Anfängen, die vom Einfluss der Secession geprägt sind, bis zu seinem späteren, sehr persönlichen Stil, in dem er, angeregt durch Einflüsse von Impressionismus und Kubismus zu einem eigenständigen expressionistischen Ausdruck fand. Vor allem seine Landschaften sind dabei stark vom Licht und den Farben Südfrankreichs geprägt, wo er sich nach dem Ersten Weltkrieg nieder ließ.

In fünf Stationen führte die Ausstellung anhand ausgewählter Exponate die wichtigen Themen im Schaffen des Künstlers vor. Ausgehend von seinem Selbsbildnis, das er um 1925 gemalt hat, wurden zunächst seine Porträts und Akte gezeigt.
Im Mittelpunkt der Ausstellung folgten dann seine Landschaften: ganz besonders seine atmosphärisch dichten, koloristisch einzigartigen Bilcke in die verschiedenen Regionen Südfrankreichs und der Provence, wo er ab der Mitte der 1920er-Jahre das Zentrum seines Lebens und Wirkens fand.
Ein weiters Kapitel schlug die Schau mit seinen Stadtansichten auf. Die Strassen von Paris, Menton, die Häfen von Marseilles und St. Tropez waren hier unter anderem zu sehen. Danach folgte eine Auswahl seiner besten Stillleben, in der er schließlich seine Meisterschaft als Landschaftsmaler auch in einigen exzellenten Aquarellen und Pastellen bewies.

Die Exponate der Ausstellung reisten aus dem Belvedere in Wien, dem Lentosmuseum Linz und aus österreichischen Privatsammlungen nach Peking. Der überwiegende Teil der Leihgaben stammte jedoch aus der weltweit größten Eisenschitz-Sammlung, der "Private Collection Schütz" in Wien.

Werke von Willy Eisenschitz, einem der bedeutendsten Vertreter der Zwischenkriegsmalerei, sind in mehr als 37 Museen weltweit vertreten. Die Ausstellung im NAMOC in Peking fand im Rahmen der Feierlichkeiten "40 Jahre diplomatische Beziehungen China-Österreich" statt und war ein neuer Höhepunkt im kulturellen Ausstausch zwischen China und Österreich.